Sichere Netze

Die Versorgungssicherheit von Anlagen und Verbrauchern wird definiert nach MTBF (mean time between failure) oder MTTR (mean time to repair), sie geben die Ausfallszeiten von 24 h bis 0 sek vor. Bei sicheren Netzen gibt es für diese Zeit keinen Spof (single point of failure). Beim ersten Fehler in der Versorgung ist ein zweiter Versorgungsweg in Betrieb.

Die Versorgungssicherheit gewährleisten:

- die Versorgungselemente (Kraftwerke, Umspannwerke, Schalthäuser, Trafostationen, Eigenversorgung, Diesel,  BHKW, Wind, Fotovoltaik)
- die Knoten der Versorgungsnetze mit Schalt- und Schutzeinrichtungen
- die Übertragungselemente
- die Netzführung (Selektivität, Kurzschlussbeherrschung, Nullungsbedingungen)
Mit Netzmodellen und Schwachstellenanalysen untersucht S+P die kritischen Wege der Versorgung bezüglich
- Überlastvermögen
- Selektivitätsvermögen
- Spannungsqualität (Oberwellen, Resonanzfähigkeit) umfassend für Energie-, Steuerungs-, und Informationspfade.

Maßnahmen sind Veränderungen/Vereinfachung der Topologien, Selektivitätsmassnahmen (elektronische Leistungsschalter bei Nieder- und Mittelspannung, Differentialschutzeinrichtungen bei Mittelspannung), Schutzkoordination mit dem VNB (Versorgungsnetzbetreiber)
zahlreiche, nicht unbedingt elektrische Einflüsse zu sehen.